Ein Snapshot friert den Zustand einer virtuellen Maschine ein; ein Backup erzeugt eine unabhängige Kopie, die langfristig aufbewahrt und an anderem Ort wiederhergestellt werden kann.
Warum das relevant ist
In Kanzleien und Büros wächst die Abhängigkeit von virtuellen Umgebungen, gleichzeitig steigen Anforderungen an Vertraulichkeit, Wiederherstellungszeiten und Compliance, sodass Missverständnisse zwischen Snapshot und Backup reale Risiken bergen.
Technik in Kürze
Snapshots arbeiten meist mit Delta-Dateien oder Copy-on-Write und hängen vom Ursprungsträger ab, sie sind platzsparend und schnell, aber kein isoliertes Archiv; Backups erzeugen unabhängige, oft deduplizierte und verschlüsselbare Kopien, die sich offsite oder auf anderen Systemen lagern lassen.
Was Proxmox und VMware besonders machen
Proxmox nutzt je nach Storage ZFS- oder LVM-Snapshots und bietet mit dem Proxmox Backup Server deduplizierte, versionierte Backups; VMware erzeugt Snapshot-Delta-VMDKs und speichert optionale RAM-Zustände, doch auch hier gilt: Snapshots sind kurzfristig, echte Backups müssen externen Speicher und Konsistenzprüfungen einbeziehen.
Storage-Interaktionen
Snapshot-Funktionalität kann auch auf Storage-Ebene kommen: SAN- oder ZFS-Snapshots sind sehr schnell und effizient, aber ohne Auslagerung ins Offsite-Backup bleibt die Gesamtverfügbarkeit gegen Hardwareausfall oder Ransomware gefährdet.
Warum das für Patentanwälte zählt
Mandatsakten, Forschungsdaten und Fristunterlagen müssen rekonstruierbar und vertraulich bleiben; ein Snapshot hilft beim schnellen Rollback nach Updatefehlern, doch für Haftungsfragen, Langzeitarchivierung und forensische Nachvollziehbarkeit sind getestete Backups nötig.
IT-Alltag im Büro
Der Administrator nutzt Snapshots für kurzfristige Wartung und Testumgebungen, aber speichert Backups mit Retention, Verschlüsselung und Offsite-Replikation, damit ein verlorenes Notebook, ein defektes RAID oder ein Verschlüsselungstrojaner die Kanzlei nicht lahmlegt.
Kurzgeschichten aus der Praxis
Fall 1: Ein kleines Patentbüro setzte jahrelang auf Snapshots für schnellen Dateiversand; nach einem Storage-Ausfall waren mehrere Snapshot-Ketten beschädigt und Wochen an Neuaufbau nötig, bis ein älteres Offsite-Backup die Rettung brachte.
Fall 2: In einer größeren Kanzlei erlaubten ZFS-Snapshots schnelle Wiederherstellung von fehlerhaften Updates, während ein deduplizierter Proxmox-Backup-Server tägliche, verschlüsselte Kopien erzeugte, die im Ernstfall auf einen anderen Standort wiederhergestellt wurden.
Bewertung und Rat
Snapshots sind ein Werkzeug für kurzfristige Verfügbarkeit und Tests, Backups sind Pflicht für Recovery, Archivierung und Compliance; praktischer Rat: kurze Snapshot-Lebensdauer, regelmäßige Konsolidierung, tägliche Backups mit Offsite-Kopie und regelmäßige Wiederherstellungsproben.
Ein letzter Gedanke
Wer Snapshots und Backups klar trennen und beides sinnvoll orchestrieren lässt, gewinnt Geschwindigkeit und Sicherheit; Managed-Provider wie it4patent können beim Betrieb von Cloud-Umgebungen, Verschlüsselung und Prüfpfaden unterstützen und so die IT-Verlässlichkeit in Kanzleien erhöhen.