Vor dem Abendessen noch schnell die Akte durchsehen und im Hotelnetz abschicken: verlockend und gefährlich zugleich.
Warum das Thema jetzt brennt
Mehr Dienstreisen und flexible Arbeitsmodelle treiben Anwender in fremde Netze, gleichzeitig steigen Angriffe auf überlastete Hotspots, sodass vertrauliche Akten und Recherchedaten besonders verwundbar sind.
Wie ein VPN schützt
Ein VPN baut einen verschlüsselten Kanal zwischen dem Gerät und einem vertrauenswürdigen Server auf, sodass lokale Lauscher im Hotelnetz den Inhalt nicht mitlesen oder manipulieren können; das schützt Login-Daten, Aktenanhänge und Recherchesitzungen, verhindert Man-in-the-Middle-Angriffe und macht lokale Paketfilter weitgehend wirkungslos.
Technische Details, kurz und klar
Wichtig ist zu wissen, dass ein VPN die Übertragung sichert, aber nicht automatisch Malware auf einem kompromittierten Laptop entfernt und dass unsichere Endpunkte, unsachgemäße Konfiguration oder Split-Tunneling Risiken offenlassen; für Kanzleien ist deshalb ein unternehmensverwaltetes VPN mit zentralen Richtlinien, Multi-Faktor-Authentifizierung und gezielter Netzwerksegmentierung die bessere Wahl.
Warum das wirtschaftlich zählt
Ein Datenleck kostet eine Kanzlei nicht nur Mandantenvertrauen, sondern auch Zeit und Geld für Schadensbegrenzung und Compliance-Berichte; deshalb amortisiert sich die Investition in verwaltete VPN- und Endpoint-Lösungen schnell, wenn mandantensensible Informationen betroffen sind.
Reale Szene 1
Ein Patentanwalt öffnet auf Reisen ein Prüfungsdokument im Hotel und verbindet sich mit dem Kanzlei-Server über ein persönliches VPN, doch sein privates Gerät hat keine aktuellen Sicherheitsupdates, weshalb die Kanzlei spätestens beim nächsten Updatezyklus auf verwaltete Endgeräte setzt.
Reale Szene 2
Eine Büromitarbeiterin tippt aus dem Hotelnetz Anmeldedaten in ein webbasiertes Recherchetool; ohne VPN hätte ein Angreifer im selben WLAN diese Daten abfangen können, mit einem unternehmensseitig kontrollierten VPN blieb die Verbindung verschlüsselt und protokolliert.
Bewertung und Folgen
Meine Empfehlung ist klar: Für Patentanwalt und Kanzleiangestellte sind private Workarounds keine Dauerlösung; managed VPNs, Endpoint-Management und strikte Zugriffskontrollen minimieren reale Risiken, verbessern Nachvollziehbarkeit und helfen bei gesetzlicher Nachweispflicht.
Wie Dienstleister helfen können
Managed-Service-Anbieter wie it4patent unterstützen beim Aufbau sicherer VPN-Infrastrukturen, bei zentraler Geräteverwaltung und bei Cloudkonfigurationen, sodass Kanzleien standardisierte, überprüfbare und wartbare Sicherheitsprozesse erhalten.