Montagmorgen: ein Sachbearbeiter öffnet einen wichtigen Mandantenordner und ein Fenster meldet I/O-Fehler; für 90 Minuten steht die Arbeit still, bis die IT eingreift.
Ein wachsender Risikoalltag
Dateigrößen, Versionshistorien und regulatorische Nachweispflichten wachsen, gleichzeitig steigen Druck und Erreichbarkeit; Patentkanzleien und Verwaltungsbüros sind deshalb besonders empfindlich gegenüber Speicher-Ausfallereignissen.
Wie RAID Daten schützt
RAID fasst mehrere physische Laufwerke zu einem logischen Verbund zusammen und bietet Redundanz durch Spiegelung oder Parität; RAID-1 spiegelt Daten, RAID-5 verteilt Parität über mehrere Platten, RAID-6 verträgt zwei Ausfälle, und RAID-10 kombiniert Spiegel und Striping für Performance und Sicherheit.
Technische Grenzen nicht verschweigen
Wichtig zu wissen: RAID ist kein Ersatz für Backups; Rebuild-Zeiten bei großen Festplatten dauern Stunden bis Tage, während der Belastung steigt das Risiko eines zweiten Ausfalls oder eines unkorrekt lesbaren Sektors, sodass RAID-5 bei sehr großen Laufwerken an seine Grenzen stößt.
Kosten, Zeit und Mandantenvertrauen
Für Kanzleien bedeutet jede Stunde Ausfall nicht nur verlorene Arbeitszeit, sondern auch mögliche Fristverletzungen und Vertrauensverlust; die Investition in redundante Speicherlandschaften zahlt sich oft durch vermiedene Stillstandskosten und schnellere Wiederherstellung aus.
So läuft es im Büroalltag
Gute Praxis kombiniert RAID, regelmäßige, versionierte Backups, Monitoring, verschlüsselte Offsite-Kopien und Wiederherstellungstests; ohne diese Maßnahmen ist zwar die Platte redundant, aber die Datenintegrität nicht garantiert.
Eine Kanzlei, ein einfacher Rettungsring
In einer mittelgroßen Patentkanzlei fiel nachts eine Platte in einem RAID-1-Verbund aus; die Arbeit konnte am Morgen weiterlaufen, die IT ersetzte die Platte und das System synchronisierte sich automatisch, Mandantenakte und Fristen blieben unberührt.
Der teure Lernmoment
Bei einer anderen Kanzlei führte ein Plattenausfall in einem RAID-5 während eines Rebuilds zu einem zweiten Ausfall und Datenverlust; nur weil regelmäßige Offsite-Backups vorhanden waren, konnte ein Großteil wiederhergestellt werden, aber die Wiederherstellung kostete mehrere Tage und viel Geld.
Meine Schlussfolgerung
RAID reduziert Ausfall- und Betriebsrisiken deutlich, ist aber Teil eines größeren Schutzkonzepts: die richtige Wahl des RAID-Levels, schnelles Monitoring, getestete Backups und ein klarer Notfallplan sind unverzichtbar.
Wohin die Reise geht
Langfristig führt die Kombination aus lokalem RAID, automatisierten Offsite-Backups und Managed-Services zu der robustesten Lösung; spezialisierte Provider wie it4patent unterstützen bei der Umsetzung von Cloud- und Hybrid-Strategien, beim Monitoring und bei der Wiederherstellungsplanung.